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Besuch der Trinkwasseraufbereitungsanlage der Wahnbachtalsperre

Allgemeines:

Der Wahnbachtalsperrenverband wurde1954 gegründet und versorgt heute 780 000 Einwohner der Stadt Bonn, des Rhein-Sieg-Kreises und des Landkreis Ahrweiler mit Trinkwasser.

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Hierzu wird das Oberflächenwasser der Wahnbachtalsperre, das Grundwasser aus dem Siegbogen bei Hennef und dem unteren Sieggebiet verwendet. Die Wahnbachtalsperre hat einen Speicherinhalt von 41,4hm3

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Die Begabtenförderung:

Die sieben Schüler aus dem 6. und 10. Jahrgang opfern ihre Mittagspause und schauen mit ihrem Lehrer Herr Wentz über den Tellerrand der normalen Schule hinaus. Herr Fuhrman hat uns freundlicherweise durch die Trinkwasseraufbereitungsanlage des Wahnbachtalsperrenverbandes geführt.

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Aufgabe der Trinkwasseraufbereitung ist es, störende Stoffe sicher zu entfernen und ein Trinkwasser zu liefern, das klar, wohlschmeckend sowie frei von Krankheitserregern und Schadstoffen ist. Auch bei lebenslangem Genuss darf von Trinkwasser keinerlei gesundheitliche Gefährdung ausgehen.

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Inhaltstoffe des Rohwassers:

Im Talsperrenwasser kommen verschiedene Inhaltsstoffe vor, die bei der Aufbereitung entfernt werden müssen:

1. Gelöste Stoffe

-         Natürliche Humusstoffe (Abbauprodukt der Pflanzen, ungiftig, braune Farbe)

-         Natürliches Eisen und Mangan (ungiftig, braune Farbe)

-         Natürliche Stoffe von Algen und Bakterien (geruchsbildend, selten auch giftig)

-         Pflanzenschutzmittel (giftig)

-         Bei Gewässerunfällen: Chemikalien wie Mineralöle, Lösemittel, Bestandteile von Reinigungsmitteln (geruchsbildend, giftig)

2. Partikel und Trübstoffe

-         Immer: lebende oder abgestorbene Bakterien, Algen, Wassertierchen (geruchsbildend)

-         Manchmal: mineralische Trübstoffe aus Abschwemmungen, Eisen und Mangan

-         Selten: Krankheitserreger aus Abwasser und Tierfäkalien

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Reinigung des Wassers:

Ultraschallbehandlung:

tötet die Organismen ohne chemische Rückstände ab. Früher wurde Chlor oder Permanganat verwendet.

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Flockung:

Um Mikroorganismen und winzige Stör- und Schadstoffpartikel in den Filterporen abzulagern und vollständig aus dem Wasser zu entfernen, muss man sie mit Flockungsmittel binden. Verwendet werden Eisen- oder Aluminiumsalze, die im Wasser zu unlöslichen Flocken ausfallen. Die Flocken binden auch gelöste Stoffe. Nach der Zugabe der Flockungsmittel sind zunächst noch keine Flocken erkennbar. Durch Rührwerke wird erreicht, dass die Partikel zusammenstoßen und aneinander haften bleiben: es entstehen die Flocken. Herr Berger zeigte uns dies im Experiment mit Minimixern und Kaffeefiltern statt Quarzsand. Das Filterergebnis war verblüffend. 

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Filtration:

Die Mehrschichtfilter haben eine obere Schicht aus grobem Anthrazit, darunter ist feiner Quarzsand. Das Wasser sickert von oben nach unten durch und die Flocken lagern sich in den Poren zwischen den Körnern ab. Filterspülung: Wenn nach 24 bis 36 Std.  die Filterporen verstopft sind, wird das Filter zurück gespült. Sie sind viele Jahrzehnte lang ohne Erneuerung des Filtersandes brauchbar.

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UV-Desinfektion:

In dem neuen Wasserwerk wird das Trinkwasser nicht mehr mit Chlor oder Chlordioxid sondern mit ultraviolettem Licht desinfiziert. Vorteil: keine Rückstände von Desinfektionschemikalien im Trinkwasser.

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Restentsäuerung: 

Am Ende der Aufbereitung wird dem Wasser reines Kalkwasser zugesetzt, um Reste von Kohlensäure zu binden. Damit wird verhindert, dass Rohrleitungswerkstoffe korrodieren, dadurch zerstört werden und die Wasserqualität beeinträchtigt wird. Dies geschieht in einem großen Mischer. Er kann durch eine Glaskuppel besichtigt werden.

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Ausbildung beim Wahnbachtalsperrenverband

Die Wahnbachtalsperre beschäftigt 173 Mitarbeiter davon 12 Auszubildende. Zur Zeit kann man vier Ausbildungsberufe lernen:

-         Kauffrau/mann für Bürokommunikation

-         Forstwirt/in

-         Industriemechaniker/in Betriebstechnik

-         Energieelektroniker/in Betriebstechnik

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Zwei kurze Schülergerichte aus erster Hand kann man hier nachlesen

Über das Wasserwerk in Siegburg

Mir hat am allermeisten der Kessel, wo das saubere Wasser 'rausbrodelt und die ganzen Knöpfe im Keller (wie kann man sich das nur merken). Toll waren auch die 2 Meter dicken Rohre überall.
Uns hat ein Mann gezeigt wie man das Wasser reinigt. Das war super und ging so:
Er hat uns das nur mit ganz wenig Wasser gezeigt, aber das war auch gut so. Es in 2 Becher geschüttet und im 1. Becher davon Flockungsmittel reingegeben und beide mit einem Apparat umgerührt. Nach ca. 2 Minuten hat er beide Becher durch eine Art Kaffeefilter geschüttet und was man gesehen hat war, dass das Wasser mit Flockungsmittel gründlicher "gewaschen" wurde, also mehr Dreck im Filter zurückließ.
Ein anderer Mann hat uns noch im Schnelldurchlauf alles andere gezeigt und da gab's noch vieles zu sehen.

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Am 5. November 2002 besuchten wir mit unserem Lehrer Herrn Wentz die Trinkwasseraufbereitungsanlage Siegelsknippen des Wahnbachtalsperrenverbandes. Zunächst wurde uns in einem Labor in Reagenzgläsern vorgeführt, wie die Trinkwasseraufbereitung aus Talsperrenwasser funktioniert. dann sind wir durch die Große Anlage gegangen und haben uns die Technik angesehen, die man für Trinkwasseraufbereitung benötigt. Wir haben gelernt, das dem Wasser kleine Eisenteilchen zugesetzt werden, die den Schmutz wie kleine Magnete anziehen. Die Magnete werden mit dem Schmutz in einem Sandfilter festgehalten. Am Ende haben wir das gereinigte Wasser hinter einer Glasscheibe in einem Mischer gesehen. In einem Keller haben wir Pumpen besichtigt, die das gereinigte Wasser durch Rohrleitungen zu den Dörfern und Städten transportieren. Da wir noch etwas zeit hatten, konnten wir uns noch die Elektrowerkstatt und die Schlosserwerkstatt ansehen.

von Thomas Fuhrman (6C) 

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