Physikusse
Die Physikusse sind eine
Gruppe von wissenschaftsbegeisterten Schülern der Gesamtschule Hennef, die von
zwei mindestens ebenso wissenschaftsbegeisterten Pädagogen, Nina und Ingo Wentz,
betreut werden. Die
teilnehmenden Schüler gehen in die 5. bis 13. Klasse der Gesamtschule Hennef.
Aktuelle Informationen und
Berichte über Aktionen finden sich in den
Elternbriefen und auf
www.physikusse.de.
Begabtenförderung Physikusse
Die
Begabtenförderung Physik „Physikusse“ der Gesamtschule Hennef wurde im Jahr 2001
von Nina und Ingo Wentz gegründet. Die Physikusse sind eine inhomogene Gruppe
von 10 bis 15 Schülern aller Jahrgangsstufen.
Die
Aufnahme erfolgt nach einem ausführlichen Gespräch und einer Probezeit von
mehreren Wochen. Ein Einstieg ist jederzeit möglich, da sich die Module immer
wiederholen. Sinnvoll ist ein Einstieg bis zur Jahrgangsstufe
7. Anwesenheitspflicht besteht freitags von 14.00 bis 15.30 Uhr. Die aktive
Physikusszeit endet mit dem Abitur. Ein Engagement darüber hinaus ist
ausdrücklich erwünscht.
Bei den
Physikussen handelt es sich um eine reine Jungenförderung. Sie richtet sich vor
allem an Overachiever (Hochleister). Die erreichten Leistungen beruhen bei
diesen Schülern nicht in erster Linie auf einem hohen Intellekt, sondern
insbesondere auf Kreativität, Fleiß und emotionaler Intelligenz. Eine reine
Hochbegabung (hoher IQ, gute schulische Noten) ist nicht gesucht.
Schülerprofil
Geeignete
Schüler, die an den Physikussen teilnehmen möchten, sollten eine günstige
Kombination nicht-kognitiver Persönlichkeitsmerkmale, Intelligenz, sozialer
Faktoren und selbstregulatorischer Kompetenzen besitzen.
Die Schüler
müssen ein hohes Maß an Anstrengungsbereitschaft besitzen. Zielorientierung und
-konkretisierung sind bei einem Physikuss ausgeprägt. Durchhaltevermögen,
Zuverlässigkeit, Sorgfalt und Pünktlichkeit sind ebenfalls obligatorisch.
Die
Vermittlung altersunübliche Inhalte, die noch nicht im regulären Unterricht
thematisiert werden, ist bei den Physikussen üblich und darf nicht zur
Resignation führen. Eine aktive Beteiligung am Unterricht und Engagement auch
über die Anwesenheitszeiten hinaus (z.B. über die
Lernplattform Fronter)
werden von uns eingefordert.
Physikusse
haben ein gutes Selbstgespür und sind in der Lage, aus Fehlern zu lernen und
Rückmeldungen zu verwerten. Eigene Strategien zur Problemlösung,
Stressbewältigung und Selbstmotivation sollten vorhanden sein.
Soziale
Kompetenzen sind bei Physikussen ausgeprägt vorhanden. Sie beachten
Höflichkeitsformen; nehmen Konflikte wahr und lösen diese friedlich.
Teamfähigkeit und Verantwortungsbereitschaft, Spaß an der altersübergreifenden
Arbeit und Toleranz sind selbstverständlich.
Die Schüler
sollten nicht durch dauerhafte familiäre und schulische Belastungen in ihrer
Leistungsfähigkeit eingeschränkt sein.
Unterrichtsinhalte
Es wird das
gesamte methodische Spektrum vom lehrerzentrierten Frontalunterricht bis hin zum
komplett von Schülern gestalteten Unterricht praktiziert. Eine innere
Differenzierung findet bei einigen Themen durch Aufteilung in Lerngruppen oder
Vergabe von besonderen Aufgaben statt.
Naturwissenschaftlicher Schwerpunkt: Zentrales Thema ist Physik, aber auch
andere Naturwissenschaften, sowie Mathematik sind Gegenstand des Unterrichts.
Den Schülern werden insbesondere physikalische Grundlagen in Theorie und Praxis
vermittelt. Themengebiete sind Mechanik, Wärmelehre, Optik, Kernphysik,
Elektrodynamik, angewandte Physik, Simulationen und Relativitätstheorie. Die
Beherrschung der fachspezifischen Methoden wird erlernt. Experimente werden mit
vielfältigen und teils unkonventionellen Mitteln (Bild, Ton, Zeitlupe, etc.)
ausgewertet. Sicherheitseinweisungen und die Erstellung von Versuchsprotokollen
sind obligatorisch.
Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens: Die Schüler erlernen Grundlagen des
wissenschaftlichen Arbeitens, wie Datenerhebung und Auswertung. Dazu gehört auch
die Erstellung wissenschaftlicher Texte und das Halten von Vorträgen.
Wettbewerbe: Eine Teilnahme an Wettbewerben ist teils obligatorisch (z.B.
freestyle-physics), teils fakultativ (z.B. Jugend Forscht, was auch als BLL
(besondere Lernleistung) im Abitur angerechnet werden kann).
Neue
Medien: Der Einsatz von neuen Medien, Computer, Beamer, Whiteboard etc. und
die Internetnutzung werden erlernt.
Schauspiel: Die Erstellung und Aufführung von Physik-Shows ist ein zentraler
Bestandteil der Arbeit der Physikusse. Es werden Spielmittel, wie
Parallelinszenierung oder Mehrfachbesetzung erarbeitet und Haltungs- Verhaltens-
und Darstellungskonzepte erprobt. Die Darstellung von Clowntypen
(Selbstreflexion, Fremd- und Eigenwahrnehmung) sowie die Übung „Privat und
Öffentlich“ (Abgrenzung) dienen neben der schauspielerischen auch der
Persönlichkeitsbildung.
Organisation und Gruppendynamik: Die Schüler erlernen die selbst
organisierte und eigenverantwortliche Vorbereitung, Durchführung und
Präsentation von Projekten. Es wird die Fähigkeit zur Organisation von
Arbeitsgruppen und Steuerung von Arbeitsprozessen trainiert. Übungen zur
Gruppendynamik (z.B. Stuhlkreis, Planspiele) werden regelmäßig durchgeführt.
Persönlichkeitsförderung: Es finden regelmäßig Beratungsgespräche statt.
Dabei wird u.a. das Physikuss-Profil (s.o.) und die Unterrichtsinhalte
besprochen. Es werden Lernvereinbarungen getroffen und kurz- mittel- sowie
langfristige Ziele vereinbart.
www.physikusse.de