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Die jungen Physikusse auf der frestyle physics 2003

Am frühen Dienstag morgen trafen sich acht müde Schüler der Physik-Begabtenförderung von der Gesamtschule Hennef mit Frau und Herrn Wentz, um zur freestyle physics 2003 nach Duisburg zu fahren. Ein müder Schüler verpasste leider den Zug und damit auch drei spannende Tage. Im Gepäck hatten wir eine Spende der Sparkasse Hennef, der wir an dieser Stelle herzlich Danken möchten.

Das Rahmenprogramm bestand aus vielen spannenden Vorträgen. So zeigte z.B. Prof. Wolf Experimente mit Sand. Da ein Physiker aber ein Wissenschafter ist und nicht als Spielkind abgetan werden möchte, nennt man Sand an der Uni „granulare Materie“. Herr Wolf hatte zudem die Backzutaten seiner Gattin geklaut und zeigte uns die unterschiedlichen Verhaltensweisen von Mehl und Zucker in Kaffeekannen - wissenschaftlich natürlich „Nanopulver“ und „granulare Materie“ genannt.
Thomas Furmann, Christian Schreiber, Jörn Friedrich und Alexander Efa haben für den ersten Wettbewerb ein U-Boot entworfen. Ziel war es, ein möglichst kleines Tauchboot zu entwickeln, das – natürlich ohne Fernsteuerung – auf den Boden sinkt und auch selbstständig innerhalb vorgegebener Zeit wieder auftaucht. Auch die Originalität der Konstruktion fließt in die Bewertung mit ein. Beim Wettbewerb wurde es richtig spannend. Das U-Boot tauche wie geplant ab, aber erst innerhalb der letzten zehn Sekunden wieder auf. Puh, Aufgabe erfüllt!
Bastian Müller-Grote und Richard Klein haben einen Heißluftballon konstruiert. Leider entstanden beim Aufblasen ein paar Löcher so dass der Ballon nicht so recht abheben wollte. Die Kinder erklärten Herrn Professor Wolf ausführlich, wie die Produktion vor sich gegangen war und welche Schwierigkeiten zu überwinden waren. Damit sicherten sie sich trotz mangelnder Flugkraft eine Bewertung im vorderen Mittelfeld!

In einem weiteren Vortrag berichtete Herr Prof. Flemming über Biofilme (= dünne Schichten aus Biomaterial), die von Bakterien auf Oberflächen gebildet werden und bei der Wasserversorgung Probleme bereiten. Die Physik-Begabtenförderung hatte letztes Halbjahr bereits einen Ausflug zur Wahnbachtalsperre gemacht und wusste schon einiges über Wasseraufbereitung.
Fazit der ersten zwei Tage war: „Wir sind ein Team und haben alle gewonnen. Jetzt wissen wir, wie es geht und beim nächsten Mal schneiden wir besser ab.“ Der Zusammenhalt in der Gruppe und das Erleben als Team war für alle ein sehr erhebendes Gefühl.
Am dritten Morgen besuchten wir den Vortrag "coole Bananen". Herr Prof. Carl lieferte einen spannenden und lustigen Vortrag über intelligente Materialien, die sich z.B. nach dem Verformen wieder an ihre ursprüngliche Form "erinnern". Höhepunkt dieses Vortrags war der köstliche Nachtisch. Sahne, Zucker und Erdbeeren gut verrührt und mit flüssigem Stickstoff versetzt gibt ein köstliches Erdbeereis, das uns zu allem Überfluss in leckeren Waffelhörnchen zur Probe gegeben wurde. So gut kann Physik schmecken!
Der Wettbewerb „Kettenreaktion“ füllte einen großen Saal mit kuriosen Konstruktionen. Man sah überall Dinge aus Baumärkten, Physiksammlungen der Schule, Bruders Spielkiste und aus Papas Werkstatt, die über Drähte, Kugeln, Dochte, Haken und Ösen miteinander verknüpft waren. Einmal los gelassen, ratterten, schnaubten, brannten und klingelten diese Maschinchen.

Hendrik Langnickel, Janina Eimmermacher und Pauline Junker bastelten eine kreative Kettenreaktion an der sogar noch in den letzten zwei Nächten alle Mann verbesserten und verschönerten. Eine Kugel brachte das ganze Geschehen in Gang. Es folgten mehrere Aktionen und am Ende entstand ein Klecksbild, das ein Künstler nicht besser hinbekommen hätte.
Wir würden allesamt gerne im nächsten Halbjahr erneut an dem Wettbewerb teilnehmen. Leider sind die Stundenpläne so voll, dass die Vorbereitungen nicht mehr in der Schule stattfinden können. Aber wir sind uns einig: Im nächsten Schuljahr opfern wir unsere Freizeit, um an weiteren Experimenten zu basteln. In der Zwischenzeit probieren wir mal das eine oder andere Experiment aus, das wir in Duisburg kennen gelernt haben – vor allem das mit dem Erdbeereis wäre toll!

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