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Schülerschreibwerkstatt der Gesamtschule Hennef

Figurengeschichten | Gedichte | Erzählungen und Gedichte  

Figurengeschichten

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Alle Rechte liegen bei den Autorinnen und Autoren. 
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Figurengeschichte von Anja Krey

Es war einmal ein kleiner pummeliger Bauer. Er hieß Zaheii und alle mochten ihn. Er war sehr glücklich mit seinem Bauernhof, bis seine Frau an Krebs starb. 

 Von da an wurde Herr Zaheii zu einem richtigen Fiesling und wollte nur noch alleine sein. Die Nachbarn bekamen richtig Angst vor ihm. Nach ein paar Monaten kam keiner mehr zu Besuch. Er wurde sehr einsam. Er hatte nur noch einen Gedanken „Selbstmord“. Irgendwann zerschlug er ein Glas und schnitt sich mit einer Scherbe die Pulsadern auf. Schon halb bewußtlos besann er sich. „Das kann ich doch nicht machen. Wer kümmert sich denn dann um meinen Bauernhof?“, dachte er sich. Er griff nach dem Telefon und rief den Arzt Paul von der Alm an. 

Ein paar Minuten später war er da. Herr Zaheii wurde schnell und fachmännisch verarztet. Bald war alles erledigt. Alles war noch einmal gut gegangen. Paul von der Alm öffnete anschließend alle Fenster in der Wohnung, weil dort wohl seit Monaten nicht mehr gelüftet worden war, zumindest roch es dort wie die Pest. Herr Zaheii und Paul von der Alm unterhielten sich noch sehr lange. 

Am Wochenende trafen sie sich in Holland auf einem Campingplatz am Meer. Dort machten sie gemeinsam Urlaub. Es war für beide ein schöner Urlaub. 

Herr Zaheii weiß jetzt, daß es gar nicht gut ist, wenn man sich von alle Menschen zurückzieht Er will auch kein Fiesling mehr sein, weil seine Frau davon auch nicht mehr lebendig wird. Eigentlich verdankt er seine neue Lebenseinstellung nur Paul von der Alm. Er ist eben nicht nur ein guter Arzt, sondern auch ein guter Seelendoktor. 

Figurengeschichte von Eva Schüchter

Es war auf einmal auf einem Campingplatz in Holland. Dort trafen sich drei ältere Freunde wieder. Der eine hieß Paul von der Alm und war Arzt, der andere hieß Zaheii und war Bauer, und dann war da noch Hans-Otto-Georg-Tim-Rüdiger-Heinrich-Albert-Rudi-Detlef-Rex-Bruno-Jakob-Eugen Jackson. Sein Spitzname war Homo erectus, weil er immer noch aufrecht ging und sich nicht kleinmachen ließ, obwohl er schon seit Jahren arbeitslos war. Die drei freuten sich, daß sie sich nach so langer Zeit noch einmal wiedergetroffen hatten. Alle fanden sie, das sich keiner verändert hätte, sonst hätten sie sich ja wohl nicht sofort wieder erkannt. Herr Jackson lud die anderen zu sich in das Zelt ein, um mit ihnen gemeinsam den Tiger-Enten-Club im Fernsehen zu gucken, denn das sei seine Lieblingssendung. Paul von der Alm sagte ihm, daß er sich mit 43 Jahren dafür zu alt fühle. Herr Zaheii fand sich mit seinen 63 Jahren auch dafür zu alt. Aber er könne ja seinen vierjährigen Freund fragen, vielleicht hätte er Lust dazu, sie jedenfalls würden jetzt im Meer schwimmen gehen. Als sie wieder zurück kamen, lag Herr Jackson schon im Bett und schlief. Die beiden fanden einen Brief in ihrem Zelt, auf dem stand: Ich habe beschlossen, daß ich morgen wieder nach Hause fahre und mir eine Arbeit suche. Ich habe es satt, immer nur Fernsehen zu gucken und Urlaub zu machen. Wenn ihr wollt, könnt ihr mir dabei helfen. Paul von der Alm und Herr Zaheii waren sich sofort einig. Sie wollten ihrem Freund helfen, wieder Arbeit zu finden. Dafür wollten sie ihren Resturlaub nutzen. Und tatsächlich, sie fanden eine Möglichkeit. 

Herr Jackson arbeitet heute als Nachhilfelehrer in einer Privatschule und ist dort sehr glücklich. Es war schon immer sein Wunsch, Lehrer zu sein. Jetzt arbeitet er in seinem Traumberuf. Die Kinder mögen ihn gut leiden, besonders weil er so gut vom Tiger-Enten-Club erzählen und auch Quatsch machen kann, so daß alle über ihn lachen müssen. Gerne erzählt er den Kindern auch, wie wichtig es ist, daß man gute Freunde hat, auf die man sich verlassen kann und die einem helfen, wenn man in Not ist. Das glauben ihm die Kinder gerne, denn er hilft ihnen ja auch. Herr Jackson macht seinen Nachilfeunterricht so gut, daß alle Kinder in der Schule nur noch „Einser“ in den Arbeiten schreiben. „Wie gut, daß es ihn gibt“, sagen die Schüler von ihm, „was würden wir nur ohne ihn machen.“

Figurengeschichte von von Hicran Yildiz

Drei Freunde 

 

Zaheii feierte bald seinen 62. Geburtstag. Er rief deshalb seine zwei besten Freunde an. Weil sie sich lange nicht gesehen hatten, lud er sie zu einem gemeinsamen Kurzurlaub ein. Im Juli war es endlich soweit. Alle hatten ihre Koffer gepackt. Herr Zaheii holte seine Freunde Paul von der Alm und Herrn Jackson, genannt Homo erectus, mit dem Auto ab. Gemeinsam fuhren sie in den Urlaub nach Holland zu einem Campingplatz am Meer. Paul war von Beruf Arzt, Herr Jackson arbeitslos und Zaheii ein Bauer. Obwohl Paul eine blasse Gesichtsfarbe hatte und unter seiner dicken Hornbrille ein dickes Muttermal zum Vorschein kam und er immer sehr nach Zigarettenqualm stank, war er doch sehr sympathisch, kinderlieb, freundlich, hilfsbereit und meistens sehr fröhlich. Dagegen bekam man bei Herrn Jackson eine Gänsehaut, wenn man ihn nur sah. Überall war er gepierct, hatte am ganzen Körper Tätowierungen, gelbe Zähne, die er lange nicht mehr geputzt hatte und eine krumme Hexennase. Herr Zaheii hatte immer eine Zigarre im Mund und schaute dabei so grimmig und böse, als wenn er nicht lachen könnte. Die tätowierte große Spinne auf seiner Brust und die Narbe an der rechten Augenbraue ließen ihn dann richtig gefährlich aussehen, wenn er seine 125 kg. Körpergewicht, die nur auf 165 cm Körpergröße verteilt waren, durch die Gegend schob. Dabei war er genau das Gegenteil von böse. Er war ziemlich schüchtern. Er wollte nur, daß alle glauben, daß man sich vor ihm in acht nehmen muß. Als sie ankamen, packte Herr Jackson seinen Fernseher aus, schaltete auf Kanal zwei und guckte sich den Tiger-Enten-Club an, seine absolute Lieblingssendung, die er auf keinen Fall verpassen wollte. In der Zeit bauten Paul von der Alm und Herr Zaheii die Zelte auf. Ihnen war es egal, daß Herr Jackson in die Glotze gucken wollte. Dadurch ließen sie sich ihre Urlaubsfreude nicht verderben. Sie fuhren anschließend noch in die Stadt, um Besorgungen zu machen, denn schließlich wollten sie doch noch gemeinsam eine Fete feiern, weil Herr Zaheii doch Geburtstag hatte. Als sie gegen 22 Uhr zurück kamen, lag Herr Jackson schon in seinem Schlafsack und schnarchte. Ohne ihn aufzuwecken, schmückten sie ihre Zelte mit Girlanden, stellten überall Chips, Popcorn und Salate hin und zündeten dann den Grill an. Als die Bratwürste einen so richtig leckeren Duft über den Campingplatz verbreiteten, stand Herr Jackson auf einmal aufrecht vor ihnen. Homo erectus war auferstanden. In seinem Schlafsack sah er aus wie eine eingepackte Mumie, die vor seiner Beerdigung noch schnell ein paar Würstchen essen wollte. Die bekam er dann auch, aber erst, nachdem er aus seinem Schlafsack geklettert war. Das Fest wurde dann noch sehr lustig und dauerte bis in den frühen Morgen. Als die ersten Sonnenstrahlen an ihren Nasen kitzelten, fielen ihnen vor Müdigkeit die Augen zu.

So schön hatten die drei Freunde schon lange nicht mehr zusammen gesessen, gefeiert und geschlafen. Das wollten sie jetzt öfters wiederholen. Und wenn sie bis heute noch nicht gestorben sind, dann feiern sie dieses Jahr bestimmt auch wieder.

Figurengeschichte von Jenny Müller

 

Der geheimnisvolle Mann

Es war einmal ein Mann, der wohnte in einer alten Gasse in einem alten Haus. Man sah ihn nie, und man erzählte sich, daß er mindestens 55 Jahre alt sein solle, gepierct sei, eine Halbglatze mit braunem Haarkranz habe, von Beruf Bauer sei und Zigarren rauche.

7 Jahre später!

Nun war er 62 Jahre alt. Jetzt wollte er endlich mal wieder raus. Er nahm seinen ganzen Mut zusammen und ging. Alle guckten ihn an, zumindest kam es ihm so vor. Er ging zu seinen Nachbarn und stellte sich vor. „Ich bin der Mann von nebenan und heiße Jackson.“ Die Nachbarn wollten es ihm zuerst nicht glauben. Man hatte ihnen doch von ihm ganz anders berichtet. Aber das, was sie jetzt sahen, stimmte damit nicht überein. Er war nicht gepierct und rauchte auch keine Zigarren. Vor ihnen stand ein gepflegter älterer Mann mit grauem Haarkranz, der sie  freundlich ansprach. „Ich mache mir nichts aus solchen Dingen“, sagte er, „ich hatte nur Angst, das man mich nicht mag, deshalb habe ich mich nur nachts aus dem Haus getraut, um keinen zu treffen.

2 Stunden später!

Herr Jackson saß mit seinen Nachbarn zusammen und grillte. „Ach, ich würde ja so gerne einmal das Meer sehen“, erzählte er. „Das können sie haben“, rief der Nachbar, „wir nehmen sie mit in unserem Wohnwagen. Nächste Woche fahren wir nach Holland auf einen Campingplatz, und der liegt direkt am Meer.“ Herr Jackson wußte vor Freude nicht, was er sagen sollte. Ganz leise sagte er: „Danke.“

6 Tage später!

Um 8 Uhr ging es los. Unterwegs machten sie 8 Esspausen, 9 Toilettenpausen, 3 Ausruhpausen und eine Tankpause. Das machte insgesamt 21 Pausen für eine Entfernung von 200 km. Nach 8 Stunden waren sie endlich am Ziel. Herr Jackson war der erste im Wasser. Abends grillten sie meistens, einmal gingen sie auch auf eine Kirmes. Gemeinsam machten sie an den anderen Tagen ein paar Schiffstouren, und Herr Jackson kaufte sich ein paar Inliner und ein Skateboard, weil er alles nachholen wollte, was er bisher versäumt hatte. Doch eines Abends war Herr Jackson so krank, daß er wider nach Hause mußte. Weil seine Nachbarn alle so lieb und nett zu ihm waren, wurde er aber bald wieder gesund. Er lud er sie zu einer Party zu sich nach Hause ein. Nachmittags um fünf ging die Party los. Erst nachts um drei Uhr gingen die letzten Gäste nach Hause. Herr Jackson war sehr kinderlieb und wurde der beste Freund aller Kinder in der Nachbarschaft. Er war jeden Tag unterwegs und nur noch selten allein.

Ein Jahr später!

Herr Jackson wurde sehr, sehr krank. Er hatte einen Tumor im Bauch, mußte ins Krankenhaus und operiert werden. Alle machten sich große Sorgen. Jeden Tag bekam er Besuch von seinen Nachbarn und Freunden. Darüber freute er sich sehr und wurde bald wieder gesund. Er war aber von da an nicht mehr so viel unterwegs wie vorher. Als er einmal 10 Tage seine Wohnung nicht verlassen und seine Klingel abgestellt hatte, wollte er mal nachschauen, ob die Leute ihn vermissen würden. Vorsichtig schaute er aus dem Fenster. Auf der Straße standen seine Nachbarn und schauten besorgt hinauf. Sie wollten alle, daß er wieder herunterkommt. Er winkte ihnen zu und ging am 13 Tag wieder nach draußen. Alle freuten sich darüber und sie feierten eine Party nach der anderen. Herr Jackson ging jetzt auch ins Kino und guckte sich sogar manchmal einen Gruselfilm an. Anschließend aß er bei Mc. Donald immer einen Hamburger, die ihm so richtig gut schmeckten.

Eines Abends traf er auf eine Gruppe von Behinderten. Ein Mädchen sah ganz besonders traurig aus. Sie war wohl die Traurigste von ihnen. Er sprach sie an und erfuhr, daß sie Andrea hieß. Sie konnten sich direkt gut leiden und trafen sich von da an immer wieder. Sie erzählten sich gegenseitig alles. Herr Jackson wollte Andrea sogar aus dem Heim zu sich nach Hause holen. Als er sie abholen wollte, sagte ihm eine Schwester, daß sie in der letzten Nacht gestorben sei. Herr Jackson war darüber so traurig, daß er ganz krank wurde. Im Mai starb er. Seine letzten Worte waren: „Gebt alles, was ich habe, den Behinderten!“

Herr Jackson wurde im Garten seines Hauses beerdigt. Auf seinem Grabstein steht „Hier liegt der beste Mann der Welt“. Jeden Tag bekommt er frische Rosen auf sein Grab. Sein Haus wurde unter Denkmalschutz gestellt.

Herr Jackson ist jetzt bestimmt im Himmel. Dort geht es ihm gut. Sicher spielt er dort Minigolf mit seinen Freunden oder badet im Pool. Vielleicht unterhält er sich aber auch mit Gott über seine Freunde und Nachbarn auf der Erde.

Figurengeschichte von Jenny Müller

Der geheimnisvolle Mann

Es war einmal ein Mann, der wohnte in einer alten Gasse in einem alten Haus. Man sah ihn nie, und man erzählte sich, daß er mindestens 55 Jahre alt sein solle, gepierct sei, eine Halbglatze mit braunem Haarkranz habe, von Beruf Bauer sei und Zigarren rauche.

7 Jahre später!

Nun war er 62 Jahre alt. Jetzt wollte er endlich mal wieder raus. Er nahm seinen ganzen Mut zusammen und ging. Alle guckten ihn an, zumindest kam es ihm so vor. Er ging zu seinen Nachbarn und stellte sich vor. „Ich bin der Mann von nebenan und heiße Jackson.“ Die Nachbarn wollten es ihm zuerst nicht glauben. Man hatte ihnen doch von ihm ganz anders berichtet. Aber das, was sie jetzt sahen, stimmte damit nicht überein. Er war nicht gepierct und rauchte auch keine Zigarren. Vor ihnen stand ein gepflegter älterer Mann mit grauem Haarkranz, der sie  freundlich ansprach. „Ich mache mir nichts aus solchen Dingen“, sagte er, „ich hatte nur Angst, das man mich nicht mag, deshalb habe ich mich nur nachts aus dem Haus getraut, um keinen zu treffen.

2 Stunden später!

Herr Jackson saß mit seinen Nachbarn zusammen und grillte. „Ach, ich würde ja so gerne einmal das Meer sehen“, erzählte er. „Das können sie haben“, rief der Nachbar, „wir nehmen sie mit in unserem Wohnwagen. Nächste Woche fahren wir nach Holland auf einen Campingplatz, und der liegt direkt am Meer.“ Herr Jackson wußte vor Freude nicht, was er sagen sollte. Ganz leise sagte er: „Danke.“

6 Tage später!

Um 8 Uhr ging es los. Unterwegs machten sie 8 Esspausen, 9 Toilettenpausen, 3 Ausruhpausen und eine Tankpause. Das machte insgesamt 21 Pausen für eine Entfernung von 200 km. Nach 8 Stunden waren sie endlich am Ziel. Herr Jackson war der erste im Wasser. Abends grillten sie meistens, einmal gingen sie auch auf eine Kirmes. Gemeinsam machten sie an den anderen Tagen ein paar Schiffstouren, und Herr Jackson kaufte sich ein paar Inliner und ein Skateboard, weil er alles nachholen wollte, was er bisher versäumt hatte. Doch eines Abends war Herr Jackson so krank, daß er wider nach Hause mußte. Weil seine Nachbarn alle so lieb und nett zu ihm waren, wurde er aber bald wieder gesund. Er lud er sie zu einer Party zu sich nach Hause ein. Nachmittags um fünf ging die Party los. Erst nachts um drei Uhr gingen die letzten Gäste nach Hause. Herr Jackson war sehr kinderlieb und wurde der beste Freund aller Kinder in der Nachbarschaft. Er war jeden Tag unterwegs und nur noch selten allein.

Ein Jahr später!

Herr Jackson wurde sehr, sehr krank. Er hatte einen Tumor im Bauch, mußte ins Krankenhaus und operiert werden. Alle machten sich große Sorgen. Jeden Tag bekam er Besuch von seinen Nachbarn und Freunden. Darüber freute er sich sehr und wurde bald wieder gesund. Er war aber von da an nicht mehr so viel unterwegs wie vorher. Als er einmal 10 Tage seine Wohnung nicht verlassen und seine Klingel abgestellt hatte, wollte er mal nachschauen, ob die Leute ihn vermissen würden. Vorsichtig schaute er aus dem Fenster. Auf der Straße standen seine Nachbarn und schauten besorgt hinauf. Sie wollten alle, daß er wieder herunterkommt. Er winkte ihnen zu und ging am 13 Tag wieder nach draußen. Alle freuten sich darüber und sie feierten eine Party nach der anderen. Herr Jackson ging jetzt auch ins Kino und guckte sich sogar manchmal einen Gruselfilm an. Anschließend aß er bei Mc. Donald immer einen Hamburger, die ihm so richtig gut schmeckten.

Eines Abends traf er auf eine Gruppe von Behinderten. Ein Mädchen sah ganz besonders traurig aus. Sie war wohl die Traurigste von ihnen. Er sprach sie an und erfuhr, daß sie Andrea hieß. Sie konnten sich direkt gut leiden und trafen sich von da an immer wieder. Sie erzählten sich gegenseitig alles. Herr Jackson wollte Andrea sogar aus dem Heim zu sich nach Hause holen. Als er sie abholen wollte, sagte ihm eine Schwester, daß sie in der letzten Nacht gestorben sei. Herr Jackson war darüber so traurig, daß er ganz krank wurde. Im Mai starb er. Seine letzten Worte waren: „Gebt alles, was ich habe, den Behinderten!“

Herr Jackson wurde im Garten seines Hauses beerdigt. Auf seinem Grabstein steht „Hier liegt der beste Mann der Welt“. Jeden Tag bekommt er frische Rosen auf sein Grab. Sein Haus wurde unter Denkmalschutz gestellt.

Herr Jackson ist jetzt bestimmt im Himmel. Dort geht es ihm gut. Sicher spielt er dort Minigolf mit seinen Freunden oder badet im Pool. Vielleicht unterhält er sich aber auch mit Gott über seine Freunde und Nachbarn auf der Erde.

Figurengeschichte von Kathrin Stern

Die Drei

Mitten in den Herbstferien auf einem Campingplatz fing alles an. Hans-Otto-Georg-Tim-Rüdiger-Josef-Heinrich-Hubert-Rudi-Detlef-Rex-Bruno-Jakob-Eugen Jackson hatte eine Idee. Er reiste nach Holland ans Meer. Er, der keine Arbeit hatte, mußte sich ja auch mal einen Urlaub gönnen können. .Er, der kleine fette Mann, hatte eine sehr schmale Badehose an, wodurch man seine dicken Pobacken leider deutlich sehen konnte. Er versuchte ältere Omas an zu machen, was allerdings nicht klappte. Mit seinen Pickeln, Tätowierungen und gelben Zähnen hatte er auch bei Omas keine Chance. 

Auch der Arzt Paul von der Alm und Herr Zaheii wollten ihren wohlverdienten Urlaub am Meer machen. Rein zufällig standen ihre Wohnmobile nebeneinander. Herr von der Alm hatte den saubersten Wohnwagen. Heute wollte er grillen. Er bereitete alles vor, ging in den Aldi, kaufte eine Flasche Sekt und die teuerste Holzkohle für 23.95 DM. Dort traf er einen hübschen blonden Mann. Weil er auch grillen wollte, lud er ihn zu sich ein.

Herr Zaheii übte währenddessen für einen traditionellen Bauernwettbewerb, den sogenannten „Pupswettbewerb“. Am späten Abend übte Herr Zaheii immer noch für den traditionellen Pupswettbewerb. Dadurch wurde die heiße Verabredung natürlich gestört. Paul von der Alm und der blonde junge Herr, er hieß übrigens Blondy, hatten trotzdem einen romantischen Abend. Die Steaks waren zwar geschrumpft, die Kohle ausgeblasen und die Nasen verunreinigt, doch der Sekt schmeckte noch.

Herr Jackson fand am Ende doch noch eine 99 jährige Oma und blieb bei ihr in Holland. Herr Zaheii gewann nach seinem intensiven Training tatsächlich den Pupswettbewerb und gab jedem der fragte eine kostenlose Vorstellung und eine Nasenklammer.

Paul heiratete Blondy später und sie lebten glücklich bis an ihr seliges Ende. 

Figurengeschichte von Katja Krämer

Die Drei

Auf einem Campingplatz in Holland trafen sich drei Männer. Es waren ganz verschiedene Typen. Einer hieß Hans-Otto-Georg-Tim-Rüdiger-Heinrich-Albert-Rudi-Detlef-Rex-Bruno-Jakob-Eugen Jackson. Mit seinen 21 Jahren war er der jüngste. Er war klein und dick, voller Pickel, hatte braune Haare und braune Augen. Er sah irgendwie komisch aus. In der Nase und in den Augenbrauen steckten Ringe, und überall auf seinem Körper waren Tätowierungen zu sehen. Paul von der Alm kam auch zu dem Treffen. Er war Arzt und ein fröhlicher Mensch, immer hilfsbereit, 43 Jahre alt, sehr groß und dünn und sah aus wie ein Strich in der Landschaft. Der Älteste hieß Zaheii. Er war Bauer von Beruf, ein grimmiger Typ und meistens schlecht gelaunt. 

Warum, so werdet ihr fragen, trafen sich so grundverschiedene Leute? Ihr müßt nämlich wissen, daß die drei einmal zufällig miteinander in einem Aufzug fuhren und stecken blieben. Sie mußten gezwungener Maßen gemeinsam eine ganze Nacht verbringen, bis sie gerettet wurden. Nach ihrer glücklichen Rettung versprachen sie sich gegenseitig, sich nicht mehr aus den Augen zu verlieren, und öfter gemeinsam etwas unternehmen zu wollen. 

Da Herr Jackson arbeitslos war und wenig Geld hatte, traf man sich als billigste Lösung auf einem Campingplatz. Schnell waren die Zelte aufgestellt, und dann wurde ordentlich gefeiert. Jede erzählte wahre und unwahre Geschichten aus seinem Leben. Die Zeit verging wie im Flug. Es wurde getrunken und geraucht, und um Mitternacht waren alle mehr oder weniger betrunken. Paul von der Alm schwankte in sein Zelt und schlief ein. Herr Zaheii ließ sich so auf die Luftmatratze fallen, daß sie mit einem lauten Knall zerplatzte. Herr Jackson lief mit einer brennenden Kerze in das Zelt, um nachzusehen, was passiert sei. Plötzlich fing das Zelt Feuer, und alles stand in hellen Flammen. Alle waren vor Schreck auf der Stelle wieder nüchtern und eilten zur Hilfe. Das Feuer wurde mit Decken erstickt. Gott sei Dank ging alles gut aus. Keiner wurde verletzt. Am nächsten Tag beschlossen die drei, sich trotz alle dem wieder zu treffen, das nächste Mal aber besser in einem Hotel, vorausgesetzt, daß Herr Jackson bis dahin eine Arbeit gefunden hatte. Wenn nicht, dann eben wieder auf dem Campingplatz. 

Figurengeschichte von Konrad Meyendriesch

Drei Feinde die zu Freunden wurden

Am ersten Ferientag trafen drei Personen auf einem holländischen Campingplatz, der nahe am Meer lag, ein. Paul von der Alm der Arzt, Herr Zaheii der Bauer und Homo erectus, wie er mit Spitznamen genannt wurde. Er war arbeitslos und hatte vierzehn Vornamen, die ich aber jetzt nicht alle aufzählen will, weil sie nicht wichtig sind. Die drei prügelten sich regelrecht um den besten Zeltplatz. Homo erectus bekam ihn. Er baute sein Zelt auf, stellte seinen Fernseher davor und guckte sich in aller Ruhe den Tiger-Enten-Club an. Unterdessen entwickelten Herr Zaheii und Paul von der Alm einen Racheplan. Als Homo erectus gerade seine Lampe gelöscht hatte, schlichen sich zwei schattenartige Gestalten an das Zelt und kippten Wasser in die Gummistiefel, die Homo erectus vor das Zelt zum Lüften gestellt hatte. Am nächsten Morgen sah man einen wütenden Homo erectus vor seinem Zelt herumspringen. Nicht nur die Stiefel waren naß, sondern auch der Fernseher. Weil er nachts immer sehr unruhig schlief und sich hin und her wälzte, kam er aus Versehen gegen die Stiefel, die kippten dann um, und das Wasser lief in den am Boden stehenden Fernseher hinein. Paul von der Alm und Herr Zaheii hatten unterdessen den Strand abgesperrt, damit Homo erectus ihn nicht betreten konnte. Darüber war der so sauer, daß er wütend seine gelben Zähne fletschte, Anlauf nahm und über die fünf Meter hohe Absperrung sprang. Er rannte auf Herrn Zaheii und Paul von der Alm zu, und die flüchteten vor Angst ins Meer. Homo erectus war so voller Wut, daß seine Pickel im Gesicht platzten. Darüber war er sehr froh. Er rannte zum Waschraum, wusch sein Gesicht, putze sich die gelben Zähne bis sie weiß waren, fuhr in die Stadt, ließ sich die Ringe aus der Nase und den Ohren machen und kaufte sich neue Kleidung. Als er wieder auf den Campingplatz zurückkam, sah er, daß Herr Zaheii und Paul von der Alm eine Grillparty feierten. Er ging auf Paul von der Alm zu und fragte ihn, ob er ihm eine Stelle als Arzthelfer anbieten könne. „Für einen so sauberen und gepflegten Menschen wie sie immer“, bekam er zur Antwort. Homo erectus verzichtete auf seinen besten Zeltplatz und bat um Entschuldigung für sein Verhalten. Sie wurden alle drei gute Freunde.

Figurengeschichte von Nadine Kowal

Die Geschichte handelt von drei Männern. Der eine heißt Hans-Otto-Tim-Rüdiger-Heinrich-Albert-Rudi-Detlef-Rex-Bruno-Jakob-Eugen-Jackson, auch kurz genannt Homo erectus, der andere Paul von der Alm und der dritte Herr Zaheii. 

Herr Jackson kam aus Deutschland und war überall am ganzen Körper tätowiert. Er war arbeitslos, hatte gelbe Zähne, eine krumme Hexennase und war an Nase, Lippen und Augenbrauen gepierct. Paul von der Alm dagegen hatte einen sehr schönen Beruf. Er war Arzt, hatte braune Locken und grüne Augen, war 43 Jahre alt, 2,31m groß und dabei nur 63 kg schwer, deshalb sah er aus wie ein Strich in der Landschaft. Nur seine Schuhgröße 56 hatte er es zu verdanken, daß er nicht umkippte. Ein kleines Muttermal unter seinem rechten Auge verdeckte er geschickt mit einer dicken Hornbrille. Seine blasse Gesichtsfarbe hatte er wohl vom vielen Rauchen, deshalb stank er auch immer nach Zigaretten, besonders sein gekringelter Schnäuzer. Voll bepackt bis oben hin fuhren Herr Jackson und Paul von der Alm zusammen mit einem kleinen Auto nach Holland ans Meer auf einen Campingplatz, auf dem sie zwei feststehende Campingwagen nebeneinander stehen hatten. An einem schönen Morgen klopfte es an der Tür von Paul von der Alm. Es war Herr Zaheii. Er bat um einen Rasierapparat, da ihm sein Sechs-Tage-Bart nicht mehr gefiel. Mit dem Rasierapparat konnte er aber nicht so gut umgehen. Der Bart ging zwar ab wie der Blitz, zurück blieben leider zwei Narben unter dem rechten Auge. Die Narben paßten jetzt gut zur roten Spinne auf seiner Brust, die er sich über ein rotes Feuermal tätowiert hatte. Gemeinsam gingen sie zum Strand. Die anderen Leute am Strand hielten von ihnen einen großen Abstand, wahrscheinlich weil sie solche Gestalten selten zu Gesicht bekamen und weil Herr Jackson so viele ekelhafte Pickel im Gesicht hatte. Als dieser ins Meer ging um sich abzukühlen, kam eine große Welle und riß ihn unter Wasser. Dabei schluckte er viel Wasser. Das paßte ihm natürlich ganz und gar nicht. Nachdem er wieder hoch kam, war er stinkwütend bis zum geht nicht mehr. Total sauer stapfte er durch den Sand zu seinem Wohnwagen zurück, trocknete sich ab, ging zum Supermarkt und kaufte sich eine Packung Dosenbier. Dann setzte er sich vor seinen Fernseher, guckte sich den Tiger-Enten-Club an und trank ein Bier nach dem anderen.

Am nächsten Morgen kam der Campingplatzwächter zu ihm und übergab ihm einen Brief. In dem Brief stand: „Sehr geehrter Herr Jackson. Ich biete Ihnen eine Arbeitsstelle als Lehrer in der Gesamtschule Hennef an. Bitte kommen sie morgen um 14 Uhr zu mir.“ Unterschrieben war der Brief vom Schulleiter. Seit 1996 ist er jetzt Lehrer dort. Sein Aussehen hat er stark verändert. Er ist jetzt sehr gepflegt, dadurch sind seine Pickel weggegangen und seine Zähne sind auch wieder weiß geworden. Er ist auch nicht mehr gepierct und seine Pickel sind auch weg. Weil er nett zu den Kindern ist, können die ihn gut leiden. Deshalb ist er sehr glücklich als Lehrer und wird es wohl auch bleiben. 

Figurengeschichte von Sarah Kipping

 

Es waren einmal drei außergewöhnliche Männer namens Zaheii, Paul von der Alm uns Hans, Otto, Georg, Tim, Rüdiger, Josef, Heinrich, Hubert, Rudi, Detlef, Rex, Bruno, Jakob, Eugen Jackson. Sie wollten gemeinsam in Holland am Meer einen Campingurlaub machen. Früher waren sie zusammen in einer Klasse. Nun wollten sie sich nach vielen Jahren noch einmal wieder sehen. Endlich war der Tag gekommen, an dem sie sich treffen wollten. Paul von der Alm und Herr Zaheii kamen fast zur gleichen Zeit zum Campingplatz. „Hallo, wie siehst du denn aus? Du bist ja unwahrscheinlich dünn geworden. Du siehst ja aus wie ein Strich in der Landschaft. Wieviel wiegst du eigentlich? Und was hast du für große Füße bekommen, das ist ja mindestens Schuhgröße 56.“, rief Herr Zaheii, als er Paul von der Alm erkannte. „Und du bist genau das Gegenteil von früher geworden“, lachte Paul von der Alm. „Früher warst du der Dünne, und jetzt bist du auseinander gegangen wie ein Hefeklos.“ Plötzlich blies ein heftiger Wind vom Meer her und Paul von der Alm rief: „Hilfe, halt mich fest, sonst fliege ich weg!“ Schnell ergriff Herr Zaheii Pauls Hand. Das war vielleicht ein Bild. Da flatterte Herr von der Alm wie eine Fahne im Wind, und Herr Zaheii hielt ihn fest wie eine Fahnenstange. Doch so schnell wie er gekommen war, hörte der Wind auf. Sie fielen sich in die Arme und freuten sich. Paul von der Alm lag wie eine geknickte Bohnenstange in Zaheiis fetten Armen, die ihn wie eine Krake umschlangen. Doch einer fehlte noch, Herr Jackson. 

Herr Jackson kam erst zwei Tage später an. Da er seine beiden Freund nicht erkannte und suchend über den Campingplatz ging, sprach ihn Paul von der Alm an. „Hallo, suchen sie jemanden?“, fragte er ihn. „Ja, vielleicht können sie mir helfen. Ich suche zwei Männer, mit denen ich mich hier treffen wollte“, antwortete Herr Jackson. „Da brauchst du nicht mehr lange zu suchen Jackson, einer von denen steht direkt vor dir“, lachte Paul von der Alm. Jackson verdrehte langsam die Augen. „Was, du bist es? Paul von der Alm? Das gibt es doch gar nicht. Mein Gott, hast du dich aber verändert.“ Auch Herr Zaheii kam freudestrahlend angerannt und freute sich, seinen alten Freund Jackson wiederzusehen. „Wo warst du so lange?“, fragten sie ihn. „Das liegt an meinen 14 Vornamen“, erklärte er, und Herr Jackson erzählte ihnen, wie er in der Paßkontrolle festgehalten wurde, weil man jeden seiner Vornamen genau überprüfen wollte. Dabei habe der Computer angefangen zu qualmen und sei kaputt gegangen, und da habe man den Computer erst wieder reparieren müssen, und das habe alles furchtbar lange gedauert. Sie hatten sich viel zu erzählen und plauderten bis tief in die Nacht hinein. 

Am nächsten Morgen waren Paul von der Alm und Herr Zaheii schon beim Frühsport. Herr Jackson, den sie früher Homo erectus nannten, weil er immer Schwierigkeiten hatte, gerade zu stehen und am liebsten waagerecht lag, um zu schlafen, befand sich noch im Schlafsack und schlief fest wie ein Murmeltier. Als er endlich wach war, hatten Paul von der Alm und Herr Zaheii schon zu Mittag gegessen. Abends wollten sie gemeinsam zum Tanzen gehen, aber weil Homo erectus stundenlang unter der Dusche stand, wurde daraus nichts. So ging das den ganzen Urlaub. Immer kam Herr Jackson zu allem zu spät, so daß sie eigentlich nie etwas zusammen unternehmen konnten. Erholt hatten sie sich aber trotzdem. Nach drei Wochen war der Urlaub vorbei. Alle fuhren wieder nach Hause, weil sie am nächsten Tag wieder arbeiten mußten. Ob Homo erectus pünktlich ankam, weiß keiner so genau, aber sie versprachen sich gegenseitig, sich nicht mehr aus den Augen zu verlieren und sich regelmäßig zu schreiben. Vielleicht treffen sie sich ja im nächsten Jahr noch einmal zu einem gemeinsamen Urlaub. Ob Homo erectus dann wieder mehr liegt und schläft als aufrecht steht, wird sich dann ja zeigen. Hoffen wir das beste. 

Figurengeschichte von Simone Dietrich

Eines schönen Tages auf einem schönen Campingplatz in Holland half Paul von der Alm einer schönen jungen Frau, die in Ohnmacht gefallen war. Sie hatte gerade einen Mann gesehen, dessen Gesicht über und über mit eiterigen Pickeln übersät war. Außerdem war dieser Mann voller Tätowierungen. Das war wohl zu viel für sie. So etwas hatte sie noch nie gesehen. Das Schlimmste war, daß dieser Mann sie angesprochen hatte. Ausgerechnet sie, wo sie es doch nur gewohnt war, daß sie schöne Männer ansprachen und diese sich nach ihr umdrehten. 

Paul von der Alm war Arzt. Er versuchte alles was er gelernt hatte, aber er bekam die Frau nicht wach. Sie blieb ohnmächtig und machte keinen Mucks. Trotzdem redete er beruhigend auf die Frau ein. „Sie müssen keine Angst haben, das war doch nur Hans-Otto-Georg-Tim-Rüdiger-Heinrich-Albert-Rudi-Detlef-Rex-Bruno-Jakob-Eugen Jackson, der tut keiner Fliege etwas zu leide. Er ist harmlos und sogar sehr nett, obwohl er wirklich gefährlich aussieht.“ Es half nichts, die Frau rührte sich nicht. Erst nach zwanzig Minuten blinzelte sie aus ihren noch fast geschlossenen Augen. Da entdeckte sie einen Mann, der gerade vorüberging. Es war Herr Zaheii. Er hatte eine Halbglatze, war 62 Jahre alt und hatte wie immer in seinem Mund eine Zigarre. Mürrisch und grimmig blickend ging er an der ohnmächtigen Frau vorbei, ohne auch nur einen Blick auf sie zu werfen. Doch die bis dahin ohnmächtige Frau sprang plötzlich auf, rannte auf ihn zu, nahm ihn in den Arm, küßte ihn und stieg mit ihm in einen Porsche ein. „Weiber!“ dachte Paul von der Alm, als er das sah. Er konnte ja nicht wissen, daß die Frau ihren Vater wiedererkannt hatte, den sie seit vielen Jahren nicht mehr gesehen hatte. Von ihm erfuhr sie, daß Herr Jackson, der Mann mit den vielen Pickeln ihr Halbbruder war, von dem sie bisher nichts gewußt hatte. Deshalb hatte er sie ansprechen wollen. Er wußte, daß sie seine Halbschwester war, weil er ein Foto von ihr gesehen hatte, daß ihm sein Vater einmal gezeigt hatte. Als sie ihren Halbbruder das nächste Mal traf und mit ihm sprechen konnte, merkte sie, daß er sehr nett und liebevoll zu ihr war. Von da an wußte sie, daß es nicht auf das Aussehen eines Menschen ankommt, sondern auf sein Herz. Jetzt wußte sie, daß es falsch war, einen Menschen nur nach seinem Aussehen zu beurteilen. Diesen Fehler wollte sie ab jetzt nicht mehr wiederholen, das nahm sie sich fest vor. 

Figurengeschichte von Simone Ksienzyk

 „Hallo, ich bin Mausi claudi. Die Geschichte, die ich euch erzähle, ist wahr. Sie passierte auf einem Campingplatz in Holland am Meer.“

Es war ein wunderschöner Morgen, als der Hahn von Bauer Zaheii auf dem Wohnwagen stand und krähte.
Hans-Otto-Georg-Tim-Rüdiger-Josef-Heinrich-Hubert-Rudi-Detlef-Rex-Bruno-Jakob-Eugen Jackson stieg aus seinem Wohnwagen und sagte: „Herrlich, ist das ein schöner Morgen. Ich werde den Tag nutzen, um im Fernsehen Tiger-Enten-Club zu gucken.“ Das war seine Lieblingsbeschäftigung. Zufällig hörte das Paul von der Alm, sein Wohnwagennachbar und Freund. „Du willst doch wohl nicht den ganzen Tag vor der Glotze hocken? Komm lieber mit auf die Jagd, da werden wir uns was zum Essen schießen“, rief er seinem Nachbarn zu. „Mit Dir soll ich auf die Jagd gehen“, rief Herr Jackson, „so dünn wie du bist, siehst du in Deinem grünen Jagdanzug aus wie ein Grashalm. Wenn du nicht aufpaßt, wirst du aus Versehen selbst gefressen.“ Beleidigt zog Paul von der Alm alleine los, und Herr Jackson schaute sich seinen Tiger-Enten-Club im Fernsehen an. Obwohl er erst 21 Jahre alt war, trank er jeden Tag einen Kasten Bier und rauchte wie ein Kamin. Seine Zähne waren gelb und ungepflegt. Außerdem hatte er viele Pickel im Gesicht und war außerordentlich fett, weil er sich nie bewegte und immer vor dem Fernseher lag. Überall hatte er sich gepierct und trug Ringe in der Nase, am Ohr und in den Lippen. Außerdem war er am ganzen Körper tätowiert. Sein Nachbar Paul von der Alm war Arzt und fand das überhaupt nicht gut, schon gar nicht gesund, wie Herr Jackson lebte. Er ärgerte sich immer, wenn er ihn sah und nannte ihn dann scherzhaft Homo erectus, weil er genau das Gegenteil von einem aufrecht gehenden Menschen war. Herr Zaheii, der Bauer, fütterte gerade seine Hühner, als er einen Schuß hörte. Genau in diesem Moment kippte sein Hahn vornüber vom Wohnwagen und fiel direkt vor seine Füße. Herr Zaheii nahm den Hahn auf und untersuchte ihn. Er fand aber kein Loch in dem Hahn, das von einer Gewehrkugel hätte stammen können. Sein erster Verdacht, Paul von der Alm könnte seinen Hahn erschossen haben, bestätigte sich nicht. Wahrscheinlich war der Hahn vor Schreck gestorben, weil er glaubte, das er getroffen worden wäre, oder er war zufällig zur gleichen Zeit gestorben, als der Schuß fiel. Wie auch immer, Bauer Zaheii rupfte dem Hahn die Federn aus und machte ihn grillfertig. Er lud Paul von der Alm, den er zu Unrecht verdächtigt hatte, zum Essen ein. Beim Essen erfuhr er, daß Paul von der Alm aus Versehen in die Luft geschossen und dabei eine fette Flugente getroffen hatte. Die ließen sie sich auch schmecken. Herr Jackson, der immer noch Tiger-Enten-Club im Fernsehen guckte, stieg der Bratenduft in die Nase. Weil er dem Geruch nachging, fand er die beiden, die sich genüßlich über die beiden Braten hergemacht hatten. „Bitte, laßt mir etwas von den leckeren Braten übrig“, bat er. „Du gehst dir erst einmal die Zähne putzen, bevor du dich hier hinsetzt“, sagte Paul von der Alm, „da kann einem ja der Appetit vergehen, wenn man dich sieht.“ So schnell sah man Herrn Jackson noch nie mit einer Zahnbürste zum Waschraum rennen. Als er zurückkam, strahlten seine Zähne ganz in weiß. „Na also“, sagte Herr Zaheii, „da sieht man ja richtig schöne Zähne aufblitzen. Guten Appetit, greifen sie zu!“ Das ließ sich Herr Jackson natürlich nicht zweimal sagen. Der Abend wurde sehr gemütlich, und Paul von der Alm erfuhr, das Herr Jackson nur aus Kummer so viel Bier trank und Zigaretten rauchte, weil er arbeitslos war. Weil er versprach, mit dem Trinken und Rauchen aufzuhören, bot ihm Paul von der Alm eine Arbeitsstelle als Arzthelfer bei ihm an. Allerdings mußte er auch versprechen, sich die Ringe aus der Nase, den Ohren und den Lippen zu entfernen, weil er sonst die Patienten erschrecken würde.

Das Herr Jackson dazu bereit war, könnt ihr euch wohl denken, obwohl er lieber Lehrer geworden wäre, aber das kann er ja immer noch werden. Auf jeden Fall sind Paul von der Alm, Bauer Zaheii und Herr Jackson gute Freunde geworden. Wer weiß, was geschehen wäre, wenn der Schuß von Paul von der Alm aus Versehen doch den Hahn getroffen hätte. Aber Gott sei Dank war das ja nicht der Fall. 

Figurengeschichte von Vera Hofmann

Es passierte einmal in Holland auf einem Campingplatz. Drei Männer kamen aus verschiedenen Richtungen und gingen gerade zufällig alle rückwärts und aufeinander zu.  Sie stießen zusammen und erschreckten sich sehr. Paul von der Alm drehte sich um und schaute mit seinen grünen Augen in die weit aufgerissenen braunen Augen von Homo erectus, der vor lauter Angst nach seiner Mami rief, weil er glaubte, ein Monster hätte ihn von hinten angegriffen. Dann schauten beide in die grauen Augen von Herrn Zaheii. Der rief: „Was bist du denn für einer?“ Homo erectus antwortete: „Ich bin der aufrechtgehende Mensch und bekannt in der ganzen Welt.“, obwohl das gar nicht stimmte. Homo erectus war nämlich nur sein Spitzname, und er selbst war ein ganz unbekannter Mensch. Herr Zaheii hatte wie immer eine Zigarre im Mund. „Hey, du Braunlocke, wer bist du denn?“ fragte er Paul von der Alm. „Ich bin Arzt, heiße Paul von der Alm und kann dir gerne helfen, wenn du Hilfe brauchst. Wie wäre es mit einer Spritze?“ bekam er zur Antwort. „Nein danke! Ich bin nicht krank! Ich wollte nur wissen, wie sie heißen!“ antwortete Herr Zaheii sehr viel leiser, als er gefragt hatte. 

So lernten sich die drei kennen. Sie gingen gemeinsam zum Strand und blieben dort bis es dunkel wurde. Abends wollten sie gemeinsam joggen, doch Homo erectus hatte dazu keine Lust. Er haßte Joggen, außerdem haßte er Sport über alles. Er wollte lieber im Fernsehen Tiger-Enten-Club gucken. So blieb er alleine in seinem Zelt. Als die anderen zurückkamen, schnarchte er schon in seinem Schlafsack. Am anderen Morgen war Homo erectus krank. Er lag gekrümmt in seinem Schlafsack und klagte über Kopfschmerzen. Ihm war ganz komisch. Er rief nach einem Arzt. Da war Paul von der Alm genau der richtige Arzt. Er verschrieb ihm täglich frische Meeresluft und jeden Abend Jogging. Außerdem bekam er Fernsehverbot, und das wollte Herr von der Alm persönlich kontrollieren. Tatsächlich gingen die Beschwerden zurück. Homo erectus ging bald wieder gerade und fand gefallen am Joggen. Die Tage vergingen, und die Ferien waren bald zu Ende. Alle reisten wieder zurück nach Hause. Doch vorher versprachen sie, sich nächstes Jahr wieder an gleicher Stelle zu treffen und ganz viel Sport zu treiben, und Homo erectus versprach hoch und heilig, seinen Fernseher zu Hause zu lassen.

Figurengeschichte von Stefanie Ulrich

Es war einmal auf einem Campingplatz in Holland. Der Mann, um den es sich in dieser Geschichte handelt, hatte die Schnauze voll vom Käse. Er hieß übrigens mit Spitznamen Homo erectus und fürchtete sich vor der Dunkelheit. Deshalb lief er nachts immer mit einer Kerze durch die Gegend. Jeden Abend betete er vor dem Schlafengehen. Eines Morgens ging Homo erectus ins Krankenhaus, um sich Blut abnehmen zu lassen. Schließlich bekam er dafür 42,35 DM. Für das Geld kaufte er sich im Edeka eine Flasche Cola, fünf Packungen Hubba Bubba. Die Verkäuferin an der Kasse verliebte sich in ihn. Sie gingen zusammen in den Sonnenuntergang und verbrachten eine schöne Nacht zusammen. Als Homo erectus aufwachte, war die Frau nicht mehr da. Vor lauter Zorn ging er zu seinen Nachbarn, um mit ihnen einen zu saufen. Der eine hieß Paul von der Alm und war Arzt, der andere hieß Zaheii und war ein Bauer. Als sie sauer und besoffen waren, ging Homo erectus nach Hause in sein Zelt und haute alles kurz und klein.