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Endlich!
Nach wochenlangen Vorbereitungen, Proben und Soundchecks war es soweit: die Türen
zur ersten Kulturnacht der öffneten sich. Von 18 bis 23 Uhr
konnten die Besucher in die verschiedensten Bereiche von Kunst, Musik und
Theater eintauchen. Vom Bürgermeister der Stadt Hennef, Herrn Kreuzberg, und dem
Schulleiter, Wolfgang Pelz, eröffnet, wurde auf vier Schauplätzen ein
anspruchsvolles und abwechslungsreiches Kulturprogramm geboten, wobei jeder Ort
sein ganz eigenes Flair verbreitete.
Auf der großen Bühne in der Mensa war Musik aller
Stilrichtungen zu hören und die Besucher strömten in Massen. Die verschiedenen
Schulbands, die Lehrerinnenband „Ladies first“ und die Gastband „Saitensprünge“
wussten ihre Fangemeinde zu begeistern und spielten non-stop bis tief in die
Nacht. Dazwischen gab es zwei Leckerbissen für die Theaterbegeisterten mit Aufführungen
der WPI – Kurse „Darstellen und Gestalten“. Der 10. Jahrgang führte die
Zuschauer in der Revue „Auf und davon“ mit Sketchen, Musik und Tänzen durch
11 Länder und der 7. Jahrgang erntete begeisterte Ovationen für seine
Choreographie „Mensch-Roboter“ mit phantasievollen Kostümen.
Für die klassische Musik war eigens ein „Klassik-Forum“
eingerichtet und liebevoll dekoriert worden. In dem immer voll besetzten,
anheimelnd kleinen Raum hätte man eine Stecknadel fallen hören, wenn Schülerinnen
und Schüler mit solistischen Vorträgen, aber auch kleinen kammermusikalischen
Werken brillierten. Chorvorträge des 5. Jahrgangs und des Jugendchors,
Theaterszenen aus Molieres „ Der eingebildete Kranke“ und französische
Sketche sorgten für Abwechslung und amüsante Unterhaltung und wurden vom
Publikum begeistert gefeiert.
Im Kunst-Forum gab es jede Menge Aktion – auch zum
Mitmachen. Die Eitorfer Künstlerin Gabriele Jung lud unter dem Motto „Flagge
zeigen – Farbe bekennen“ die Besucher zum Mitmalen an einer farbenfrohen
Schulflagge ein.
Die älteren Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge
9-11 hatten sich auf Neuland eingelassen. Die „ Bodypainting“-Aktion war
immer von Zuschauern umlagert und die Besucher staunten nicht schlecht, als sich
später „lebende Skulpturen“ unters Volk mischten.
Zur Musik von Björk und Kitaro wagten sich Schülerinnen
und Schüler der Klasse 10C mit nackten Füßen zunächst in Farbschalen, dann
auf die große weiße Papierfläche im Forum. Die Performance „Footprints“
lockte viele Neugierige an, die mit einem Labyrinth von Fußspuren belohnt
wurden und anschließend spontan ihre eigenen Abdrücke verewigten.
Außerdem präsentierte sich das Forum selbst als
Kunst“raum“, dessen optischer Reiz aus vielfältigen Schülerarbeiten
bestand und zum Betrachten und Verweilen einlud. Aquarelle, Kohlezeichnungen und
Collagen schmückten die Wände. „Menschen“ aus Draht und Gips und
monsterhafte Pappmachéköpfe bevölkerten den Raum, während Keramik-Pinguine
auf Styropor-Eisschollen der Hitze trotzten.
Ein Hauch von Exotik lag über dem Rondell im
Schulhof, wenn afrikanische Lieder und Trommeln erklangen. „Musik des
Augenblicks“ -eine Musiker-Gruppe um Markus Jung – verzauberte, mal laut,
mal leise mit Trommeln und vielen ungewöhnlichen Instrumenten und lud zum
Mitmachen oder Träumen ein.
Bewegungshungrige kamen in der Keller-Disco des 9.
Jahrgangs auf ihre Kosten und konnten schweißtreibend „abrocken“.
Einige Klassen verköstigten die Kultur-„Hungrigen
und –Durstigen“ mit leckeren Speisen und Getränken.
Das Organisationsteam um Ulrike Biermann, Ina
Hammer-Braß, Katrin Heinen, Uschi Novotny-Schmandt, sowie Astrid Kröger-Schönbach,
die sich um den reibungslosen technisch-musikalischen Ablauf kümmerte, war überwältigt
von dem Besucheransturm und der Resonanz bei Kolleginnen, Kollegen, Schülerinnen,
Schülern und Eltern.
Nach dem Erfolg dieser Veranstaltung ist zu wünschen,
dass die Kulturnacht zum festen Bestandteil der Hennefer Gesamtschul-Kultur
wird.
(Uschi Novotny-Schmandt)
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