

Projekt
Schweben
Bilder
von der Ausstellung ‚Schweben’
Ein
Unterrichtsprojekt des 5. und 8. Jahrganges
Die
Sehnsucht sich vom Erdboden zu erheben und in unentdeckte Dimensionen vorzustoßen,
das ist der uralte und moderne Traum vom Fliegen. In allen Zeiten berührte
dieser Wunsch die künstlerische Phantasie. Am
19.06.01 zeigten die Schülerinnen und Schüler des 5., 7. und 8. Jahrganges
unserer Schule das Ergebnis des fächerübergreifenden Projektthemas
‚Schweben’.
Bilder,
Flugobjekte, Mobiles, fliegende Stühle und vieles mehr schmücken seitdem die
offenen, lichtdurchfluteten Foyers vor den Klassenräumen der jetzigen 6. und 8.
Jahrgänge. Der Bereich vor den Klassenzimmern lädt nun zum Betrachten und
Verweilen ein, sie stimmen froh und schaffen eine lebendige Atmosphäre.
Alle
Klassen, die an diesem Projekt beteiligt waren, sind stolz auf ihre Arbeiten und
achten sorgsam darauf, dass ihre Werke nicht zerstört werden.
Es
gab eine bemerkenswerte kleine Begebenheit: einige Schüler aus einer Klasse,
die am Projekt nicht beteiligt war, beschädigten eines der Objekte mutwillig.
Andere Schüler hatten es gesehen und fragten einen Lehrer, wie sie es schaffen
könnten, die Verursacher dazu zu bringen, den angerichteten Schaden wieder in
Ordnung zu bringen. Gemeinsam mit den ‚Zerstörern’ und den
Klassenlehrerinnen wurde der Schaden später repariert. Das Verhalten der Schüler
hat gezeigt, dass die Kinder nicht weggucken nach dem Motto: ’was geht mich
das an’, sondern dass sie sich zum Handeln aufgefordert fühlen. Sie
identifizieren sich mit ‚ihrer’ Schule und fühlen sich dafür
verantwortlich, was dort geschieht. Zum positiven Gesamtbild der Ausstellung gehörten
aber auch die Tanzdarbietungen und musikalischen Beiträge unterschiedlicher Schülergruppen.
Die
Ausstellung hat eine positive atmosphärische Wirkung auf Schülerinnen und Schüler,
auf die Lehrer und Besucher der Schule.
Damit
das Schweben-Projekt nicht eine einmalige, „schöne“ Aktion bleibt, ist
entscheidend, dass etwas wächst aus dem Schwung, dem Zuwachs an Identifikation
und Motivation. Dass die Schule an vielen Stellen - sowohl in den Häusern als
auch außerhalb der Gebäude - lebendig und bunt wird, von den Schülerinnen und
Schülern ‚erobert’ wird und somit Identifikationsmöglichkeiten
sowohl für Schülerinnen und Schüler als auch für Lehrerinnen und Lehrer
schafft. Entscheidend wird auch sein, in wieweit derartige Projekte der persönlichen
Initiative und dem Engagement Einzelner überlassen bleiben, oder ob sie Erde
und Wasser bekommen, d.h. Unterstützung von Lehrerkollegium, Schulleitung und
Elternschaft erhalten und somit einen festen Platz im Schulleben bekommen.
(Wolfgang Keuchel)