Klassenfahrt der 10A und 10F

Klassenfahrt der 10A und 10F

Vom 21. September bis zum 28. September war es endlich so weit: Die Klassen 10A und 10F traten zusammen mit ihren Klassenlehrern Frau Barbara Wolter und Herrn Jost Wiebecke (10A) sowie Frau Julia Kalscheid und Herrn Michel Röhrs (10F) die lang ersehnte Abschlussfahrt nach Italien in die Toskana an. Vom Sonntagabend bis zum darauffolgenden Sonntagmorgen bot sich viel Raum für gemeinsame Erinnerungen, Spaß und eine unvergessliche Zeit.

Schon sonntagabends bei der Hinreise sah man in viele freudige Gesichter. Die Abschlussfahrt konnte gar nicht schnell genug beginnen. Von Anfang an war jedem klar, die gemeinsame Woche ist im Inbegriff unvergesslich zu werden. Aber wie genau diese später aussehen wird, war zu diesem Zeitpunkt noch unklar.

Trotz des vielen Regens während der Fahrt, waren alle Schülerinnen und Schüler und Lehrerinnen und Lehrer entspannt. Viele Schüler schliefen friedlich im Bus, während Herr Röhrs fleißig Fotos zur Erinnerung knipste.  Als wir endlich den Campingplatz Europa erreichten, konnten wir es kaum erwarten zum naheliegenden Sandstrand zu gehen. Dies taten wir auch, nachdem wir unsere Zimmer eingerichtet hatten. Der Weg war zwar etwas länger als erhofft, aber der Weg durch den Wald bot viel Zeit für Unterhaltung und große Schlammpfützen.

Am Dienstag gab es für uns viel zu sehen. Mit dem Bus fuhren wir zunächst nach Pisa. Dort besichtigten wir in Kleingruppen den schiefen Turm von Pisa und die angrenzende Kathedrale. Der Anblick der klassischen mittelalterlichen romanischen Architektur hinterließ bei einigen von uns einen bleibenden Eindruck, und Herr Wiebecke konnte diesen durch sein Wissen, das er gern an uns weitergab, noch verstärken. Im Anschluss daran stillten die meisten von uns ihren Hunger in einer Pizzeria in Lucca. Doch dort konnten wir nicht nur leckere italienische Pizza und Eis essen, sondern auch ihre wunderschöne Altstadt und die aus der Zeit der Renaissance entstandene Stadtmauer begutachten.

Der Mittwoch war für uns alle sehr eindrucksvoll. Der Bus setzte uns an einem, in warmes Sonnenlicht getauchten Hafen um die Mittagszeit ab. Die Luft war angenehm, die Stimmung gelassen. Das Ziel des Tages war, die Cinque Terre, also die fünf malerischen Küstenorte, zu besichtigen. Allerdings dämpfte die dazugehörige Bootsfahrt die Stimmung ein wenig. Die erste Bootstour verlief friedlich – vielleicht mit etwas zu viel Wind – aber die Stimmung blieb aufrecht. Nach dem ersten Stopp und der Besichtigung des ersten Ortes in Kleingruppen folgte schon die nächste Bootstour. Diese verlief durch das unruhig gewordene Meer holpriger. Trotz der atemberaubenden Aussicht auf das klare Meer und die tiefgrüne Landschaft, wurde es einigen Schülerinnen und Schülern ganz flau im Magen. Ohne aufkommenden Zwischenfall legte das Boot an der nächsten Insel an. Dort befand sich ein Kiesstrand, den wir freudig zum Schwimmen benutzten. Anders als bei der Hinfahrt fuhren wir spontan mit dem Zug zum Treffpunkt des Busses zurück. Für uns gab es nicht “zu viel Strand”, daher gingen wir am späten Nachmittag – wie an jedem Tag – zu unserem Sandstrand naheliegend des Campingplatzes.

Am Donnerstag führte unser Weg uns nach Florenz. In Florenz erhielten wir eine Stadtführung. Uns wurden viele verschiedene Orte in Florenz erklärt und gezeigt – unter anderem der Glockenturm und die Kathedrale von Giotto. Leider spielte das Wetter nicht so mit, wie es eigentlich sollte. Es regnete stark und viel, daher waren wir alle froh, uns in unserer Freizeit unterstellen und gegebenenfalls eine warme, leckere Pizza essen zu können. Das Highlight des Tages war der Strand, denn am Nachmittag verbesserte sich das Wetter erheblich. Am Strand taten wir die unterschiedlichsten Dinge. Manche schwammen mit Herrn Wiebecke und Herrn Röhrs in den Wellen, während andere Football spielten. Manche spielten Kartenspiele, während andere mit Frau Wolter und Frau Kalscheid am Strand lagen und sich ausruhten. Gegen Ende des Tages spielten manche Schüler noch mit Herrn Röhrs Fußball am Strand. Dies führte zu spielerischem Necken, viel Gelächter und einem ehrgeizigen Kampf um den Sieg.

Der Freitagmorgen war ebenfalls von viel Regen geprägt, so dass wir die geplante Wanderung nicht durchführen konnten. Ob das nun gut oder schlecht war, kommt auf die Sichtweise an. Trotz des Regens wussten wir uns zu beschäftigen. Während Spiele gespielt wurden, gingen manche zum Einkaufsladen. Der Weg bis zum nächsten Einkaufsladen war ein zwanzigminütiger Spaziergang, weshalb einige durchnässt in ihrem Bungalow ankamen und behaupteten, schon geduscht zu haben. Später jedoch schien schon wieder die Sonne. An diesem Tag besuchten wir zweimal den Strand, mittags zum Schwimmen und Ausruhen, abends, um gemeinsam ein Lagerfeuer zu machen. Der Lagerfeuerabend hielt viele Überraschungen bereit, unter anderem singende Lehrer. Wie auch die Tage zuvor, war die Stimmung gemütlich, so dass wir länger als geplant an dem Feuer verweilten. Niemand wollte den Abend früher als nötig beenden.

Am Samstag waren noch einige vom Lagerfeuerabend müde, trotzdem war der Strandtag ein voller Erfolg. Wir genossen noch einmal die warme Sonne auf unserer Haut und die erfrischende Meeresluft. Einerseits waren wir froh, nach Hause zurückzufahren. Andererseits wollten wir nicht, dass die Abschlussfahrt so schnell endete.

Somit war die Abschlussfahrt ein unvergessliches Erlebnis. Jeder hatte Spaß und denkt gerne an die Zeit zurück. Auch der Austausch unter den Schülern verbesserte sich, so dass neue Freundschaften geschlossen und Streitigkeiten beiseitegelegt wurden. Jeder genoss die gemeinsame Zeit, das gute Essen, Herrn Röhrs Busansagen und die gute Laune der Lehrerinnen und Lehrer. Diese nahmen sich viel Zeit für uns und hatten immer ein offenes Ohr. Darüber hinaus spielten sie das ein oder andere Mal mit uns Karten. Frau Wolter und Frau Kalscheid saßen oft mit uns in gemütlicher Runde zusammen, um zu quatschen. Viele unvergessliche Momente entstanden. Glücklicherweise konnten wir einige von ihnen durch Fotos, die uns immer begleiten werden, festhalten.

(Zoe Daas, 10A)